Corona-Virus: Was der Bundesrat sofort machen muss

Kompromisslose Transparenz und radikale Sofort-Massnahmen
 
Die Junge SVP Schweiz ist zutiefst besorgt über das zögerliche Krisen-Management des Bundesrats. So verpasste die Landesregierung vor Wochen, mittels rascher Sperrung der Landesgrenzen die Ausbreitung des Corona-Virus frühzeitig in den Griff zu kriegen. Um diesen Fehler auszugleichen, fordert die Junge SVP sofortiges Handeln. Es herrscht «Alarmstufe Rot», die Bevölkerung muss umgehend mit radikalen Massnahmen geschützt und mittels kompromissloser Transparenz informiert werden.
 
Wir fordern Transparenz…

  • … über die Testkapazitäten (wie viele Menschen können derzeit auf das Covid-19-Virus getestet werden? Wie lange sind die Wartezeiten – und ist genügend Material und ausgebildetes Personal vorhanden?)
  • … über den Anteil getesteter Fallzahlen an den geschätzten Gesamt-Fallzahlen.
  • … über die Aufnahmekapazitäten in den Spitälern.
  • … über die Lage in Italien, das überproportional viele virus-infizierte Menschen beherbergt und von wo aus noch immer täglich tausende Grenzgänger in die Schweiz einreisen dürfen.

 
Die Landesregierung steht in der Pflicht, der gesamten Bevölkerung einzuprägen, dass die jetzige Notlage tiefgreifende Einschränkungen aller erfordert. Dem klar definierten Ziel, die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen, muss alles untergeordnet werden.
 
Dieses Ziel erfordert unter anderem folgende Sofort-Massnahmen:

  • Die sofortige Errichtung von Notfallspitälern und Inbetriebnahme (noch) bestehender Militärspitäler.
  • Schweizweiter Lock-Down mit temporären Ausgangssperren.
  • Die gesamte Bevölkerung muss mit Schutzmasken eingedeckt werden. Der Bund hat mit Hochdruck darauf hinzuwirken, dass die Produktion im Inland sofort beginnen kann. Alle Einwohner müssen mit Schutzmasken ausgerüstet werden. Das Tragen in der Öffentlichkeit ist für Besitzer von Schutzmasken obligatorisch zu erklären.
  • Die Landesgrenzen sind sofort für alle zu schliessen (mit Ausnahme des Warenverkehrs und der Angestellten des Gesundheitswesens). Im Gesundheitswesen arbeitende Grenzgänger haben sich bei Einreise sanitarischen Eintrittsmusterungen zu unterziehen und dürfen nach ihrer Einreise nicht mehr zurück nach Italien kehren. Diese Musterungen gelten auch für den Warenverkehr.
  • Maximaler personeller Armee- und Zivilschutzeinsatz für Spitäler und Notfallspitäler, für allgemeine Unterstützung für Hilfsbedürftige, für den Grenzschutz sowie für den Schutz kritischer Infrastrukturen.
  • Um grössere Menschenansammlungen zu verhindern, sind auch sämtliche Kindertagesstätten (Kitas) sofort zu schliessen. Eine dezentrale «Verteilung» von Kindern – im Idealfall Zuhause – ist unumgänglich. 

Nebst diesen Sofort-Massnahmen muss das Sicherheits- und Krisenmanagement langfristig radikal verbessert werden. Die Versorgung der Bevölkerung mit Grundnahrungsmitteln und Dingen des täglichen Bedarfs muss gewährleistet werden. Um Panik zu vermeiden, braucht es klare Anweisungen und Marschpläne, um die Bevölkerung im richtigen Umgang mit der Anlegung von Lebensmittel- und Medikamentenvorräten zu unterstützen.

Bildquelle: Pixabay – https://pixabay.com/de/illustrations/virus-erreger-infektion-biologie-4937553/