MEDIENMITTEILUNG der Jungen SVP Schweiz
Genug ist genug! Erst cancelt die Migros den bekannten Influencer Young Gustav und sein VYTE-Vitaminwasser, dann mischt sich der Migros-CEO Mario Irminger einseitig in den Abstimmungskampf um die Nachhaltigkeits-Initiative ein. Die Junge SVP akzeptiert das nicht und hat deshalb einen offenen Brief an den Migros-CEO verfasst, den sie heute in Zürich anlässlich einer Guerilla-Aktion vorgelesen hat. Zudem wurden vor der Migros Flyer zur Nachhaltigkeits-Initiative wie auch die gecancelten VYTE-Flaschen verteilt.
Sehr geehrter Herr Irminger
Sie warnen medial lautstark vor den angeblichen Folgen, die der Schweiz bei einer Annahme der Volksinitiative «Keine 10-Millionen-Schweiz» drohten. Dabei skizzieren Sie ein Szenario, in dem die Migros ohne anhaltend hohe Zuwanderung Filialen schliessen, Serviceleistungen abbauen und Öffnungszeiten verkürzen müsste. Damit beschreiben Sie jedoch weniger ein drohendes Problem als vielmehr den Kern der heutigen Herausforderung: ein Wirtschafts- und Gesellschaftsmodell, das nur noch durch kontinuierliches Bevölkerungswachstum und ständige Zufuhr ausländischer Arbeitskräfte stabil gehalten werden kann.
Diese strukturelle Abhängigkeit von Zuwanderung ist keine Stärke, sondern ein Zeichen fehlender Nachhaltigkeit. Statt Ineffizienzen abzubauen und so Mittel für höhere Löhne für die einheimischen Angestellten freizumachen, greift man zur einfachsten und kurzfristig bequemsten Lösung: zu weiterer unkontrollierter Einwanderung. Langfristig verdrängt diese Strategie jedoch genau jene Investitionen, die echte qualitative Entwicklung ermöglichen würden.
Die Nachhaltigkeits-Initiative verlangt kein Nullwachstum oder gar eine Rückführung von Personen, die einer anständigen Arbeit nachgehen zum Wohle von Schweizer Firmen. Es geht darum, das Wachstum auf ein gesundes Mass zu bringen. Und um nichts anderes.
Für Sie mögen die jährlich 100’000 Zuwanderer, die zusätzlich in der Schweiz bleiben, primär potenzielle Kunden sein, die Ihren Umsatz und Gewinn ankurbeln. Die EU-Personenfreizügigkeit ermöglicht es Firmen wie der Migros, Lohndumping im grossen Stil zu betreiben und so die Löhne künstlich tief zu halten. Logisch, lassen sich immer weniger Schweizer Arbeitnehmer für offene Stellen finden, wenn sich die Löhne sukzessive dem EU-Niveau annähern.
Gottlieb Duttweiler, der Gründer der Migros, verstand sein Unternehmen stets auch als gesellschaftlichen Akteur. Er dachte nicht in Quartalszahlen, sondern in Generationen und stellte die Frage, was der Schweiz als Ganzes dient. Er hätte bestimmt kein Modell unterstützt, das dauerhaft auf immer höheres Bevölkerungswachstum und eine immer grössere Abhängigkeit von ausländischen Arbeitskräften setzt. Wahrscheinlicher ist, dass er genau diese Abhängigkeit hinterfragt hätte.
Es geht um die grundsätzliche Frage: Wie viel Wachstum verträgt die Schweiz noch – und zu welchem Preis für Lebensqualität, Natur, Infrastruktur, Wohnkosten, sozialen Frieden und den Zusammenhalt unserer Gesellschaft? Wir brauchen keine ideologischen Scheuklappen, sondern eine ehrliche, langfristige Perspektive. Eine Perspektive, die den Wohlstand und die einzigartige Lebensqualität der Schweiz auch für kommende Generationen sichert – statt sie durch ungebremstes Wachstum zu gefährden.
Deshalb: Am 14. Juni 2026 JA zur Nachhaltigkeits-Initiative!
Bürgerliche Grüsse,
Nils Fiechter, Präsident Junge SVP Schweiz
Naemi Dimmeler, Präsidentin Junge SVP Kanton Zürich

